Alkotonok.hu - Das Erwachen
2013. 06. 19
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Das Erwachen
Hast du schon mal gefühlt, dass du nur so einfach in das Leben einlebst und es fehlt an etwas? Dass du stets alles aufgibst?


 

 Diese Fragen haben wir unseren Lesern im Zusammenhang mit dem Buch von Vanda Mátrai gestellt. Wir haben dort und dann aufgehört, zu was sich der Mensch entwickelt, wenn er den Weg der Entwicklung eingeht. Vanda hat die Antwort gefunden…

 

Warum hat es anderthalb Jahre gedauert, bis es fertig wurde?

Ich kann aufrichtig erraten, wie die ersten Seiten des Buches zur Welt kamen, ich weiß nicht, ich habe es einfach nur geschrieben. Als ich damit begann, hatte keine Ahnung, wie die Geschichte ausgehen wird. Aber die Geschichte hat einmal auf das Selbstbewusstsein erwacht, und auch ich habe mich mit ihr gleichzeitig entwickelt, - das hat ja die entsprechende Zeit gebraucht. Ich dachte, jeder Mensch, der sich auch ein klein bisschen mit der selben Entwicklung beschäftigt, begegnet sich dem Fragenkreis, bei dem auch diese Schrift bewenden lässt. Der Hauptheld hat keinen Namen, er kann irgendeiner von uns sein. Seine Entwicklung ist die Entwicklung von jedem, der dazu erreicht, dieses Niveau zu treten. Dieser Schritt ist nicht leicht, und ich bin froh, denn ich fühle, dass ich mit dem Buch den Menschen behilflich sein kann. Man liest schon viele Bücher für die Selbstentwicklung, man besucht Vorlesungen, viele Impulse erreichen uns, und trotzdem fühlen wir oft, dass wir daselbst tappen. Wir haben von der Änderungen Angst, wir haben Angst, manche Schritte zu tun. Ich meine, diese Kreise, die man für ergebnislos fühlt, werden von uns gebraucht, um zu erreichen, dass es „auffällt“: das heißt kann man die Theorie in die Praxis bringen, endlich können wir unserem Leben verwenden. Dass es sich ereignet, braucht man mehrere Jahre Selbstentwicklung, die vielen Bücher, die Vorlesungen, was den Boden vorbereitet, dass wenn ein Mensch kommt, ein Buch, ein Satz, und das können wir schon in unser Leben führen. Ich hoffe darauf, es werden dann Viele, für die dieses Buch der bestimmte Punkt wird, wenn es „auffällt“.

 

Die Meinungen auf der Webseite lesend kam ich darauf, dass du mit deiner Geschichte wirklich das Leben der anderen änderst. Was für ein Gefühl ist das für dich?

Köstliches. Ich kann mit dem Buch dienen. Ich habe etwas verstanden, und das halte ich in mir nicht zurück: Ich habe ein Mittel, das Schreiben, mit dem ich denen vermitteln kann, die schon auf den Punkt erreichten, und jetzt brauchen sie das. Es gibt eine Geschichte von Zoltán Paksi (Astrologe), die ich sehr liebe: Zwischen  dem Mars als Mann und der Venus als Frau ist die Erde zu befinden, als ein symbolisches Kind von den beiden. Diese Symbolik erweiternd: Auf dem Erden lässt sich alles aus der Liebe weben. Die Art der Liebe, wenn du deine Berufung findest, wenn du mit dem Feuer lodern kannst, was dich aus der Tiefe ausreißt, in dem du die Vollständigkeit findest. Wenn du diese Berufung hast, wenn diese Liebe in deinem Leben anwesend ist, dann bringst du dadurch die Vollständigkeit zustande. Der Mensch als Schöpfer schöpft die Vollständigkeit. Nicht für sich, sondern für die anderen, wie auch ich dieses Buch den anderen geschrieben habe. Wenn du auffindest, was du liebst, findest du die Verbindung, den Kreislauf mit den Anderen.

 

 

Außerhalb der Hauptnovelle befinden sich im Band noch 13 kleinere Erzählungen. Was kann man von ihnen wissen?

Sie sind die Arbeiten der vergangenen vier Jahre. In jeder ist ein Winziges aus mir, wenn nicht anders, dann so, dass es eben mich beschäftigte. Zum Beispiel die mit dem Titel Nacht, die die Geschichte über einen Obdachlosen. Damals bedeutete das mir beinahe einen physischen Schmerz, die Lage der auf der Straße lebenden Menschen. Wie Menschen in eine Situation gelangen, wo es ihnen auch die grundsätzlichen Lebensverhältnisse nicht gesichert sind. Ich fühlte, dass ich etwas mit diesem Problem beginnen muss, außerdem dass ich ihnen Kleingeld werfe oder Essen gebe. Die Welt konnte ich nicht erlösen, dem Zustand konnte ich kein Ende machen. Aber ich musste die Erscheinung verstehen, und deshalb wollte ich zu diesen Menschen näher kommen. Ich begann die Zeitung Ohne Dach zu kaufen und wurde überrascht. Aufgrund ihrer Schriften formulierte sich die Bitte von der obdachlosen Gesellschaft in mir, auch sie so zu behandeln wie die völlig normalen Menschen, die neben den anderen Problemen – seien sie von dem Arbeitsplatz oder von der Paarverbindung – auch von noch einem ist, von dem Wohnen. Es war gut zu lesen, wie ein gutes Gefühl von ihrer Seite ist, dass ihre Schriften, Grafiken durch diese Zeitung zu den Menschen gelangen. Damit können auch sie etwas leisten, die die Anderen bezahlen, und dadurch bekommen sie keine Almosen, sondern stellen sie sich in den Blutkreislauf, was man Gesellschaft nennt. Das alles hat mir dabei viel geholfen, ihre Welt zu verstehen. Die Nacht ist die Geschichte eines solchen Menschen, was einem dabei hilft, die menschliche Seite der Erscheinung zu sehen. Ich würde einen noch auf eine andere Geschichte aufmerksam machen, das ist „Surrealistisch“.  Mit Dali und mit der Kunstrichtung habe ich jahrelang gerungen, um darin zu sehen, was auch die Anderen sehen. Was kann darin sein, so viele schwärmen ja für den Surrealismus? Ich kaufte mir ein Album, das ich schon vorher wochenlang herumschlich. Ich behaupte nicht, dass er für heute für meinen Lieblingsstil in der Malerei wurde, aber für heute finde ich schon darin, was für mich besonders wichtig ist. Wie zum Beispiel das Gemälde, von dem meine Novelle Surrealistisch spricht. Ich fühlte es so, dass es etwas zu sagen hat, mir zugesprochen hat und ich habe es geschrieben. Wort zu Wort – lächelt sie mir zu.

 

Wie kannst du deine Arbeit  und das Schreiben in Zusammenklang bringen?

Meine Strebung ist, dass das Tongewicht zum Schreiben verschoben wird.

 

Kann man über deine künftigen Pläne etwas erfahren? Sind in dir noch unausgegorenen Dinge?

Ich möchte, wenn mein Buch zu immer mehreren Menschen gelangte. Es wurde schon auch gesagt, dass man es sich auch als Film oder als Theaterstück  vorstellen könnte. Außerdem entwerfe ich meinen Roman für den Sommer…

 

Wird er von einem ähnlichen Stil wie deine Novelle? Belletristik und Selbstentwicklung in einem?

Das wird eine Geschichte einer großen Umwandlung von tiefem Inhalt, aber von den Konkreten Sachen erzähle ich jetzt noch nicht. Der Ideengeber ist der Titel einer Nachricht für mich, was mich berührte und schaltete meine Fantasie ein. Wenn man darauf aufpasst, was ihm in der Welt passiert, dann bekommt man sehr interessante Ideen, berühren einen aufregende Impulse, die immer neuere Geschichten ausfalten…

 

Über die Schriftstellerin und ihre Arbeiten können Sie auf der Webseite www.matrainovellak.hu lesen.

 

Tamara Gönczi

Übersetzt von Gábor Fenyvesi